Glutenfreie Rohstoffe

Zur Herstellung der glutenfreien Produkte verwenden wir ausschließlich Rohstoffe, die von Natur aus glutenfrei sind.

Eine Vielzahl der Produkte der Marke Schnitzer glutenfree entstehen auf einer Reis-Mais-Basis, verfeinert mit beispielsweise Chia oder Quinoa – den sogenannten Superfoods aus Südamerika.

Diese und andere glutenfreie Rohstoffe sind nachfolgend dargestellt.


Amaranth


Buchweizen


Canihua

Amaranth gehört zu den glutenfreien Pseudogetreiden. Es wird in Südamerika angebaut und ist, wie die meisten Fuchsschwanzgewächse aus Südamerika, anspruchslos und einfach im Anbau.

Amaranthkörner sind sehr klein und rund, sind aber voll von Vital- und Nährstoffen. Amaranth enthält im Vergleich zu heimischen Getreiden weniger Kohlenhydrate aber mehr Eiweiß. Durch den hohen Eiweißgehalt ist der Amaranth überaus beliebt bei Vegetariern und Veganern. Der Fettanteil von Amaranth besteht überwiegend aus essentiellen Fettsäuren wie der Linolsäure und Alpha-Linolensäure.

Der Geschmack des Kornes ist leicht erdig. Der Name Amaranth leitet sich von dem griechischen Wort „amàranthos“ ab, das als nicht welkend oder unsterblich übersetzt wird.

Buchweizen zeichnet sich durch viele schleimbildende Stoffe aus und ist deswegen für den Magen besonders bekömmlich. Wir bei Schnitzer verwenden Buchweizen in gemahlener Form in unseren glutenfreien Backwaren. Die pyramidenförmigen Samen können auch abgekocht als Beilage oder Porrige gereicht werden. Leicht angeröstet in einer Pfanne kommt das nussige Aroma des Knöterichgewächses besonders ins Tragen. Es schmeckt auch besonders lecker als Topping auf Smoothis, in Salaten oder Müslis.

Canihua sind die dunklen Samen einer südamerikanischen Gänsefußpflanze, die in ca. 4000 m Höhe in der längsten Gebirgskette der Welt – den Anden – wächst. Die Pflanze trotzt an diesem Standort eisigen Temperaturen und extremen Witterungsbedingungen.

Canihua wird als „Pseudogetreide“ bezeichnet. Canihua kann zu Mehl verarbeitet werden, ist aber auch eine beliebte Beilage und ist als einzelner Rohstoff glutenfrei. In ihrer Heimat Peru sind die kleinen, runden Körner ein wichtiges Grundnahrungsmittel.

In der peruanischen Küche werden die Körner geröstet, gemahlen und dann als Brei verzehrt oder in Getränke eingerührt. Canihua-Mehl und Canihua-Flocken können verschiedenen Backwaren beigegeben werden, wodurch Brot und Brötchen eine schokoladenbraune Farbe und ein wunderbar leichtes, nussiges Aroma erhalten. Die Samen werden geröstet und gepufft als gesunde Knabberei gereicht oder können Müslis und Salate mit ihrem einzigartigen Geschmack aufwerten.


Chia


Hirse


Mais

Chia ist eine einjährige Salbei-Pflanze, die ursprünglich aus Mexiko stammt. Heute wird sie in mehreren Ländern Südamerikas und in Australien angepflanzt.

Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 1,75 m und fällt durch ihre wunderschöne lilafarbene Blüte auf. Die ovalen Samenkörner sind grau-schwarz, manchmal auch weiß. Sie können wie Ölsaaten (z.B. Leinsamen) verwendet werden. Wird Chia mit Wasser vermischt bildet das Chia eine Art Gel. In dieser Verwendungsform werden Chia-Samen am häufigsten verarbeitet. Je nach gewünschter Konsistenz wird die 3- bis 10-fache Menge an Wasser zugegeben.

Das verdauungsfördernde Gel kann getrunken werden - besonders beliebt ist die Verarbeitung in Smoothies. Aber auch zum Andicken von Suppen und Saucen eignet sich das Chia-Gel. Als Ersatz für ein Ei hat sich eine Mischung aus 10 g Chia-Samen mit 50 g Wasser bewährt. Gequollene Chia-Samen beeinflussen auch die Qualität von Backwaren positiv. Die Produkte bleiben lange frisch und saftig.

Hirse ist besonders beliebt aufgrund seines hohen Gehaltes an Mineralstoffen und Spurenelementen, insbesondere an Silicium, Eisen und Magnesium. Hirse hat dadurch eine positive Wirkung auf Knochen, Gelenke, Haut, Haar und Nägel. Hirse wird deswegen auch als das Lebensmittel der Schönheit bezeichnet. Zubereitet werden kann die Hirse gekocht als Beilage, im Auflauf, vermahlen in Backwaren oder auch als süßer Brei. In vielen Entwicklungsländern ist Hirse das Grundnahrungsmittel.

Schnitzer macht aus Hirse ein ganz besonderes Produkt – das glutenfreie Bräu. Die Grundzutat Hirse verleiht dem Schnitzerbräu ein würziges Aroma.

Mais verleiht glutenfreien Produkten eine saftig-gelbe Farbe. Das golde Korn wird in viele Teilen Deutschlands angebaut und kommt ursprünglich aus Nordamerika.

Neben der Verwendung in glutenfreien Backwaren wird Mais häufig als Viehfutter oder zur Produktion von Bioethanol verwendet.


Quinoa


Reis


Yacon

Quinoa stammt aus Südamerika und ist anbautechnisch eher anspruchslos, weswegen er in weiten Regionen der Anden ein Grundnahrungsmittel ist. In Europa ist der Anbau des Pseudogetreides nicht möglich.

Im Jahr 2013 wurde dem Rohstoff eine ganz besondere Ehre zu Teil. Denn der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon erklärte das Jahr 2013 zum Jahr des Quinoas. Ausschlaggebend dafür waren die zahlreichen Vorteile der Pflanze. Zum einen im Hinblick auf den Anbau des Getreides und zum anderen aufgrund der vielen ernährungsphysiologischen Besonderheiten. Der Quinoa gilt als Hoffnungsträger zur Bekämpfung des Welthungers sowie der Unter- und Mangelernährung.

Spätestens seit dieser Ernennung ist der Quinoa in aller Munde. Wortwörtlich, denn egal ob als gekochte Beilage, geflockt oder als Mehl verarbeitet in Backwaren erfreut sich der Quinoa großer Beliebtheit. Quinoa existiert in unterschiedlichen Arten – bspw. gibt es hellen oder dunklen Quinoa.

Das Getreide Reis stellt in weiten Teilen der Weltbevölkerung das Grundnahrungsmittel dar und ist somit eines der wichtigsten Nutzpflanzen.

Heute existieren ca. 8.000 Reissorten, die durch Züchtung an verschiedenste Klimaverhältnisse und Bedingungen angepasst werden. Wärme und subtropisches Klima sind zum Anbauen von Reis nötig. Begünstigt wird das Wachstum durch sumpfigen Boden. Der sogenannte Trockenreis dagegen, wächst auch mit wenig Wasser.

Asien ist mit 90 % für die Weltreisproduktion verantwortlich. Der Reis wird in den meisten Ländern noch von Hand – auf Reisterrassen - angebaut.

 

Die Pflanze wird bis zu 1,80 Meter hoch und ist einjährig, das heißt sie wird jedes Jahr von neuem gesät und geerntet.

Reis enthält zum größten Teil Kohlenhydrate, aber auch Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine. Besonders reich an B-Vitaminen, Mineralstoffen wie Eisen und Magnesium sowie Ballaststoffen ist Naturreis. Im Vergleich zu weißem Reis behält das Korn für Naturreis das äußere Silberhäutchen und hat eine dunklere, bräunliche Farbe.

Reis ist in der leichten, gesunden Küche eine gute Alternative zu Nudeln und Kartoffeln.

Die Yacon-Pflanze ist eine krautige Pflanze, die ca. 20 cm lange Wurzelknollen bildet. Sie stammt ursprünglich aus den südamerikanischen Anden und gehört zu den Astergewächsen. Yacon hat kräftige, grüne Blätter, die an Sonnenblumen erinnern. Die Pflanzen können bei genug Wärme und Wasser bis zu 3,5 m hoch wachsen.

In Südamerika ist die längliche Wurzelknolle ein beliebtes Lebensmittel. Sie hat einen sehr aromatisch süßen Geschmack und einen zarten Biss. Feinschmecker nennen es das „unterirdische Obst“. Pro Pflanze können ca. 2 kg essbare Wurzelknollen geerntet werden. Yacon wird in ihrer Heimat gerne als Frucht verzehrt, als rohes oder gekochtes Gemüse gegessen oder als Salat zubereitet. Auch die Weiterverarbeitung zu Mehl, Sirup und Chips ist populär geworden. In Backwaren hat sich der Einsatz von Yacon-Mehl aus der getrockneten, gemahlenen Yacon-Wurzel bewährt. Aus dem Mehl lässt sich ein angenehm süße Gebäck herstellen. In Deutschland wird mittlerweile auch Yacon angebaut, die Wurzel ist auf einigen Wochenmärkten zu finden. Die Mengen sind aber noch sehr gering. Besonders bemerkenswert sind die Kohlenhydrate der Yacon-Wurzel.

In der Yacon-Pflanze werden Kohlenhydrate in Form von Inulin gespeichert. Dieses Inulin wirkt als Ballaststoff und beeinflusst somit die Darmflora positiv.

Glutenhaltige Rohstoffe

In der glutenhaltigen Backstube werden Rohstoffe wie Dinkel, Weizen oder Roggen aus dem vollen und frisch gemahlenen Korn und nach traditionellem Bäckerhandwerk verarbeitet.

Näheres zu den Rohstoffen nachstehend zu entdecken.


Dinkel


Gerste


Grünkern


Hafer

Dinkel ist die Urform des Weizens. Dinkel ist ein Spelzgetreide, das bedeutet, dass das Korn von einem Spelz umhüllt wird, wodurch ein zusätzliche Schritt, die Entspelzung, bei der Getreideverarbeitung nötig ist. Viele Allergiker machen verstärkte positive Erfahrungen mit dem Getreide hinsichtlich der Bekömmlichkeit.

Auf Grund der positiven Resonanz wird Dinkel verstärkt nachgefragt und angebaut.
In Kriegszeiten wurde aus Angst vor der Vernichtung der Ernteerträge der Dinkel grün abgeschnitten. Das grüne Korn ist essbar aber verfügt über sehr schlechte Backeigenschaften. Grünkern wird hauptsächlich in Suppen oder als Bratling verarbeitet.

Der Dinkel wurde durch eine seiner Fürsprecherinnen, Hildegard von Bingen, schon sehr früh bekannt. Hildegard von Bingen lobte die Bekömmlichkeit des Dinkels und die Wirkung des Getreides auf den Magen- Darmtrakt.

Zahlreiche Betroffene der Weizensensitivität vertragen Dinkel sehr gut und könne ihn problemlos zu sich nehmen. Ernährungsphysiologisch ist Dinkel reich an Eiweiß (ca. 15%) und an Mineralstoffen, insbesondere an Magnesium und Eisen.

Das Getreide Gerste ist mit dem Weizen verwandt und ist eines der ältesten Getreidearten. Gerste wird vor allem in der Bierbrauerei oder auch als Tierfutter verwendet. Zur Herstellung von Brot wird Gerste kaum eingesetzt.

Man unterscheidet bei der Gerste in zwei verschiedene Sorten, nämlich in die Sommer- und Wintergerste. Die Wintergerste dient hauptsächlich als Tierfutter, während die Sommergerste zum Bierbrauen genutzt wird.Als Nahrungsgetreide hat es dagegen wenig Bedeutung. Gerstenmehl hat eine geringe Backfähigkeit, die Gerstenflocken werden Müslis, Bratlingen, Aufläufen beigefügt.

Gerste enthält etwa 10% Eiweiß und 57% Stärke, wenig Fett, dafür aber viele wichtige Nährstoffe und Spurenelemente wie Zink, Calcium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Kalium und Phosphor. Gerste ist ein sehr anpassungsfähiges und ertragsreiches Getreide. Deutschland zählt zu den größten Gerstenlieferanten.

Grünkern wird aus dem halb reifen Dinkel gewonnen, in der sogenannten Frühernte. Zur Gewinnung wird ein besonderes Röstverfahren angewandt. Das Getreide hat einen nussigen, intensiven Geschmack. Grünkern ist besonders in der vegetarischen und veganen Küche beliebt, da er den Körper mit wichtigen Mineralstoffen versorgt.

Die Entdeckung des Grünkerns entstand aus der Not der Menschen. Aufgrund von wetterbedingten Missernten des Dinkelkorns und drohender Hungersnot, haben die Menschen das unreife Getreide geerntet und daraufhin getrocknet um eine Lagerfähigkeit des Korns zu gewährleisten. Den Trocknungsvorgang nennt man Darrvorgang, der auch für die grüne Farbe des Getreides verantwortlich ist und namensgebend ist.

Grünkern ist vielseitig einsetzbar und lässt sich gut zu Mehl weiterverarbeiten. Das Grünkern-Mehl eignet sich hervorragend zur Herstellung von Brot und Gebäck und wird gern in der gesunden Vollwert-Küche eingesetzt.

Hafer ist ein Getreide der Familie der Süßgräser. Das charakteristische Merkmal der Haferpflanze sind ihre lockeren Rispen, sie bildet keine Ähren aus. Schon auf dem Getreidefeld ist das Rispengetreide mit den einzelnen frei hängenden Körnern gut erkennbar. Die einzelnen Körner sind von unverdaulichen Spelzen umschlossen. Diese schützen das Korn, müssen aber entfernt werden, damit wir die Haferkörner genießen können.

Haferkörner sind schmal und „schlank“ und laufen an beiden Enden spitz zu. Sie haben eine hellgelbe Farbe. Haferkörner sind aufgrund ihres Fettgehaltes relativ weich und lassen sich gut zu Flocken quetschen.

Am bekanntesten ist die Verwendung von Haferflocken als Frühstücksgetreide. Frischgeflockt oder in den unterschiedlichsten Müsli-Variationen. Hafer wird zu den Brei- und Fladen-Getreiden gezählt, weil daraus alleine kein Brot gebacken werden kann. Es kann aber in einem Weizen-, Roggen- oder Dinkelteig mit verarbeitet werden. 40% Haferanteil ist in einem Roggenbrot möglich. Aber auch kleinere Mengen Haferflocken haben sich geschmacklich in einem Weizen- oder Dinkelbrot bewährt. Als altes Hausrezept bei Magen-Darm-Beschwerden gilt der Haferbrei.

Dafür werden Haferflocken oder Hafermehl mit Wasser und/oder Milch aufgekocht. Hafer hat eine Sonderstellung unter den Getreiden. Hafer enthält deutlich mehr Fett als die übrigen Getreide. Aber keine Sorge, es ist kein Fett, das dick macht! Die Linolsäure ist der Hauptbestandteil des Haferfettes. Eine ungesättigte Fettsäure, die für unsere Haut essentiell ist.

Der Ausdruck „Ihn sticht der Hafer“ begründet sich auf Inhaltsstoffe, die unseren Körper mobilisieren und anregen. Die Weckamine des Hafers sorgen für einen guten Start in den Tag. Die ß-Glucane sind lösliche Ballaststoffe, die sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken. Außerdem sorgen sie dafür, dass der Blutzuckerspiegel nur allmählich ansteigt, was in der Vorbeugung und Behandlung von Diabetes eine positive Wirkung hat.

Auch im Hinblick auf Eiweiß hat der hafer eine ganz besondere Stellung. Es gibt 8 Eiweißbausteine (Aminosäuren), die der Körper nicht selbst herstellen kann, die wir mit der Nahrung aufnehmen müssen. Mit drei Esslöffeln kann die Hälfte des Bedarfs von sechs der acht Aminosäuren gedeckt werden.


Roggen


Urgetreide


Weizen

Der Roggen ist neben dem Weizen eine der ältesten Kulturgetreide in Deutschland. Aufgrund der Zusammensetzung des Eiweißes des Getreides, besitzt der Roggen nur mäßige Backeigenschaften.

Die Backeigenschaften des Roggenmehls unterscheiden sich sehr von jenen des Weizenmehls. Im Roggen ist zwar auch Klebereiweiß enthalten, dieser kann jedoch durch die Anwesenheit von Pentosanen (Schleimstoffen) kein Klebergerüst zur Gashaltung aufbauen. Die Pentosane sind bedeutend für das Wasserbinde- und Wasserhaltungsvermögen der Mehle während der Teigführung und des Backvorgangs. Da die Teigausbeute von Roggen aufgrund der enthaltenen Pentosane höher ist als beim Weizen, weisen die Brote auch eine bessere Frischhaltung auf. Daher rührt ihre Beliebtheit als „Vorratsbrot“.

Traditionell wird der Roggen für alle Arten von Broten eingesetzt (Roggenmischbrot, Weizenmischbrot), etc., weniger bei Brötchen und eigentlich gar nicht im Hefefeinteigbereich. Die typischen Regionen der Roggenverarbeitung sind vorwiegend im Norden und Osten Deutschlands beheimatet. Dort finden sich auch die charakteristischen Roggenbrotsorten.

Urgetreide sind alte Getreidearten wie Emmer, Einkorn und Waldstaudenroggen, die bereits vor Jahrtausenden angebaut wurden. Jedoch wurden sie durch ertragsreichere und leichter zu verarbeitenden Getreidesorten verdrängt. Allmählich werden die Urgetreidearten wieder entdeckt und angebaut. Diese robusten, anspruchslosen Getreide eignen sich gut für den Ökolandbau. Emmer und Einkorn sind sogenannte Spelzgetreide.

Die Getreidekörner sind von einem fest umhüllenden Spelz eingeschlossen. Dieser schützt das Korn vor schädlichen Umwelteinflüssen und sorgt gleichzeitig für eine längere Haltbarkeit des Getreides. Durch den Spelz ist die Verarbeitung aufwendiger, weil das Korn zusätzlich aus seiner Hülle gelöst werden muss. Beim Einkorn reift aus jeder Ährenspindel nur ein Korn. Beim Emmer sind es zwei Körner, weshalb man auch von Zweikorn spricht.

Aus Emmer und Einkorn wird auch Bier hergestellt. Der Waldstaudenroggen ist eine mehrjährige, alte Roggenform. Im 1. Jahr wird er zweimal abgemäht, erst im 2. Jahr werden die Körner geerntet.

Am bekanntesten ist er in unseren Breitengraden als Johannisroggen, da er traditionell um den Festtag des Johannes (24. Juni) ausgesät wird. Nach der biologischen Systematik gehören Emmer und Einkorn, wie der Dinkel, zur Gattung der Weizenarten. Diese Getreide sind aber älter als der herkömmliche Weizen. Erst die Popularität alter Sorten und das Zurückbesinnen auf die große Bedeutung der biologischen Vielfalt, haben den Anbau von Emmer und Einkorn wieder möglich gemacht. Seit vielen Jahren machen zahlreiche Menschen die Erfahrung, dass sie den Dinkel im Vergleich zu Weizen besser vertragen. Auch Emmer und Einkorn weisen eine gute Bekömmlichkeit auf. Einkorn kann einen hohen Anteil an dem Carotinoid

Lutein, „dem Augenschutzstoff“ vorweisen. Dieses ist für das scharfe Sehvermögen des Auges wichtig. Zudem gibt Lutein dem Mehl die gelbliche Farbe. Durch die gelbliche Färbung ist Einkorn besonders beliebt für süße Backwaren wie Kuchen, Kekse oder Pfannkuchen.

Weizen ist das in Deutschland am häufigsten angebaute Getreide. Neben der Nutzung als Speisegetreide ist Weizen überaus beliebt als Futtermittel.

In den letzten Jahren hat der Weizen an seiner Beliebtheit eingebüßt. In der Bevölkerung wird verstärkt die Diagnose Weizensensitivität ausgesprochen, das eine weizenfreie Ernährung nach sich zieht. Aus Weizen hergestellt wird Brot, Backwaren, Teigwaren u.v.m.

Ernährungsphysiologisch gesehen ist das Vitamin B1, das die Nerven stärkt, besonders beachtenswert. Wird Weizen, wie alle Getreidearten in seiner ganzen Form, als Vollkorn verzehrt, zeigen die Ballaststoffe ihre optimale Wirkung. Ballaststoffe unterstützen die Verdauung. Der Keimling des Korn, ist als Bestandteil des Vollkornmehles separat betrachtenswert. Denn der Keimling ist besonders reich an B Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren.

Begrifflichkeiten

Von den wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften wurde gemeinsam mit der Deutschen Zöliakie Gesellschaft 2014 eine neue Leitlinie zu Zöliakie, Weizenallergie und Weizensensitivität herausgegeben. Daraus können Empfehlungen für Diagnostik und Therapie dieser drei Krankheitsbilder abgeleitet werden.

Hilfreich für die exakte Diagnose ist ein „Beschwerde-Tagebuch“ des Betroffenen. Dafür wird für einen festgelegten Zeitraum exakt aufgeschrieben, wann was gegessen wurde und wann welche Beschwerden aufgetreten sind.

Zöliakie

Weizenallergie

Die Weizenallergie ist eine immunologische Reaktion auf Weizeneiweiße, aber nicht auf das Eiweiß Gluten!

Ein Beschwerdetagebuch gibt hier wichtige Hinweise. Getreide wie Dinkel, Emmer und Roggen werden vertragen, der Weizen aber nicht.

Weizensensitivität

Die von Betroffenen beschriebenen Symptome können mit Durchfall und Blähbauch wie bei einer Zöliakie sein.

Im Beschwerde-Tagebuch zeigt sich aber, dass ausschließlich auf den Weizen reagiert wird und das kleine Mengen Weizen vertragen werden. Die Beschwerden sind dosisabhängig, hier liegt ein deutlicher Unterschied zur Weizenallergie.

Verantwortlich dafür werden ebenfalls Eiweiße gemacht. Kurz als ATIs bezeichnet, sind es die Amylase-Trypsin-Inhibitoren, die zu einer Unverträglichkeit führen. Es handelt sich dabei um natürliche Abwehrstoffe der Pflanze. „Moderne“ Weizensorten enthalten 2-3 mal soviel ATIs wie „alte“ Sorten.


Zöliakie


Weizenallergie


Weizensensitivität

Die Zöliakie wird zwischen Allergie (Antikörper sind nachweisbar) und Autoimmunkrankheit (bei der immunologischen Reaktion wird körpereigenes Gewebe angegriffen) eingeordnet.

Das Immunsystem reagiert auf das Klebereiweiß Gluten. Es kommt zu entzündlichen Veränderungen der Dünndarmschleimhaut und die Dünndarmzotten bilden sich zurück. Das führt dazu, dass die verschiedenen Nährstoffe, die im Darm verarbeitet werden sollen, nicht gut in den Körper aufgenommen werden können. Daraus ergeben sich die unterschiedlichsten Mangelerscheinungen.

Zusätzlich zur Anamnese (Erfassung der Krankengeschichte) und den Antikörpertests kann eine histologische Untersuchung notwendig sein.

In der Therapie wird auf glutenhaltige Lebensmittel verzichtet.

Die Weizenallergie ist eine immunologische Reaktion auf Weizeneiweiße, aber nicht auf das Eiweiß Gluten!

Ein Beschwerdetagebuch gibt hier wichtige Hinweise. Getreide wie Dinkel, Emmer und Roggen werden vertragen, der Weizen aber nicht.

Die von Betroffenen beschriebenen Symptome können mit Durchfall und Blähbauch wie bei einer Zöliakie sein.

Im Beschwerde-Tagebuch zeigt sich aber, dass ausschließlich auf den Weizen reagiert wird und das kleine Mengen Weizen vertragen werden. Die Beschwerden sind dosisabhängig, hier liegt ein deutlicher Unterschied zur Weizenallergie.

Verantwortlich dafür werden ebenfalls Eiweiße gemacht. Kurz als ATIs bezeichnet, sind es die Amylase-Trypsin-Inhibitoren, die zu einer Unverträglichkeit führen. Es handelt sich dabei um natürliche Abwehrstoffe der Pflanze. „Moderne“ Weizensorten enthalten 2-3 mal soviel ATIs wie „alte“ Sorten.

Produktwissen

Wir bieten all denen, die besonders auf ihre Ernährung achten, innovative, schmackhafte und gesunde Bio-und Bio-glutenfreie-Produkte an.

Unsere Produkte sind aus 100% Bio-Produktion, die in zwei Backstuben produziert werden. Durch die Trennung von glutenfreier und glutenhaltiger Produktionsstätte können wir absolute Sicherheit hinsichtlich Kontamination gewährleisten. Die Zertifizierung durch IFS bestätigt dies.

Den Produkten werden weder Enzyme zugesetzt noch sind sie mit isolierten Mineralstoffen oder Vitaminen angereichert.
Ernährungsphysiologische Vorteile und sämtliche Nährstoffgehalte sind dank idealen Rohstoffkombinationen vorzuweisen.

Wir haben uns dem Sensitive Eating verschrieben und bieten eine Reihe von veganen und vegetarischen, wie auch palmölfreien Produkten an. Zusätzlich haben wir den Anspruch Allergene zu vermeiden.

Allergien

Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien werden durch bestimmte Lebensmittel, Zutaten und Rohstoffe ausgelöst. Häufig auftretende Allergien sind nachfolgend dargestellt.

Entsprechende Allergene gilt es für die Entwicklung von Neuprodukten wenn möglich zu vermeiden. Eine Übersicht unserer Produkte mit der Ausweisung der Allergene steht  zum Download zur Verfügung.

Laktose

Eine Laktose-Intoleranz, auch Milchzucker-Unverträglichkeit genannt, liegt vor, wenn das Kohlenhydrat der Milch - die Laktose, umgangssprachlich der Milchzucker, nicht vertragen wird. Den Betroffenen mangelt es am Enzym Laktase, welches für die Verdauung von Milchzucker verantwortlich ist. Die Folgen sind Blähungen, Krämpfe, Durchfall.

Eine Laktose-Intoleranz ist keine „echte“ Allergie und zeichnet sich deshalb durch eine Dosisabhängigkeit aus. Es kann also sein, dass die Milch nicht vertragen wird, andere Produkte aus Milch (Käse, Joghurt, Quark, Butter) keine Unverträglichkeit hervorrufen. Das kann individuell sehr unterschiedlich sein.

Nuss

Ei

Soja

Soja ist heutzutage in vielen Lebensmitteln enthalten und tritt in verschiedenen Formen auf. Als Flocken, Mehl, Lecithin, Öl, selbst als isoliertes Protein. Die starke Verbreitung von Soja ruft aber gleichzeitig vermehrt Allergien hervor. Die begleitenden Symptome können vielfältig sein: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Darmbeschwerden, Reaktionen der Atemwege.

Hefe